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Südhessische Speedskater bringen reichlich Medaillen von der WM in Nanjing mit

k WM Teilnehmer 2016

Dienstags landete der Siegerflieger mit den Paralympics-Helden in Frankfurt. Aber schon am Abend zuvor gab es am Flughafen mächtig Trubel um erfolgreiche Sportler. Die müden Gesichter hellten sich schnell auf, als die südhessischen Speedskater ihre jubelnde Fanschar sahen. Auch sie hatten reichlich Medaillen in den Koffern, die sie im chinesischen Nanjing für den langen Rückflug gepackt hatten. Jeweils eine goldene brachten Laethisia Schimek und Simon Albrecht mit, die damit Meilensteine in der Geschichte von Blau-Gelb Groß-Gerau setzten. Für die ERSG Darmstadt gehörte auch Mareike Thum zur Goldstaffel der Frauen auf der Straße. Neben ihre gelben Trikots mit dem Regenbogen können nun alle drei T-Shirts in Sonderanfertigungen ihres Heimatvereins legen mit Bild und Aufschrift: Weltmeister China 2016.

 

 

„Mein Ziel war, irgendwann Weltmeister zu werden, das habe ich jetzt erreicht“, sagte Simon Albrecht, der nach seinem 300-Meter-Bahnsprint wegen einer falschen Zeitangabe erst bangen musste. Als die Zeit auf 23,869 Sekunden korrigiert wurde, löste sich die ganze Anspannung in Jubel und Freude auf, erster deutscher Weltmeister im Speedskaten (früher Rollschnelllaufen) seit 51 Jahren zu sein. „Ich kann aber auch mit den anderen Rennen hundertprozentig zufrieden sein“, bilanzierte Albrecht, der noch zweimal Bronze gewann. Als Schlussläufer der Straßenstaffel zusammen mit den Darmstädtern Felix Rijhnen und Thimo Kiesslich sicherte er sogar die allererste WM-Medaille einer deutschen Männer-Staffel.

WM-Medaillen hatten die Groß-Gerauer Speedskater in den letzten Jahren reichlich gesammelt, auf einen Titel mussten sie aber 24 Jahre warten. „Jetzt gleich zweimal über Gold zu jubeln, ist auch für unseren Nachwuchs wieder eine große Motivation“, freute sich Vereinstrainerin Marion Kießling und hofft auf Sogwirkung: „Sie dürfen sich auch einen Weltmeistertitel wieder als erreichbares Fernziel setzen.“

Denn Gold holte auch Laethisia Schimek, die wie Simon Albrecht davon profitierte, dass ihr Heimtrainer Kalon Dobbin die deutsche Mannschaft in Nanjing betreute. Der Neuseeländer war zu aktiven Zeiten selbst Sprinter und gab die passenden taktischen Anweisungen. „Ich bin auf jeden Fall auf dem richtigen Weg – und da geht noch was“, freute sich Laethisia Schimek, die Bronze im 100-m-Sprint holte und Gold mit der Staffel auf der Straße. „Das ist eine Katastrophe.“ Diese Aussage galt freilich nicht dem Ergebnis, sondern der Zuschauerrolle im Schlussspurt. Zumal für Teamkollegin Mareike Thum ganze drei Tausendstel Sekunden Vorsprung gemessen wurden.

Eine schöne Revanche der Darmstädterin für viele knappe Niederlagen gegen die Italienerin Francesca Lollobrigida. Zum Beispiel beim 1000-Meter-Finale auf der Bahn. „Da habe ich nicht ganz das gemacht, was taktisch vorgegeben war“, erklärte Mareike Thum ihren zweiten Platz, der aber die Zufriedenheit mit dem WM-Abschneiden keineswegs schmälerte. Zwei vierte Plätze auf den Langstrecken und auch ein achter Rang im Marathon untermauern ihre starke Position in der Weltspitze und auch die persönliche Erkenntnis: „Ich weiß, dass mein Training funktioniert“.

„Das haben wir uns hart erarbeitet, das war kein Zufall“, erklärte ihr Vereinskollege Felix Rijhnen von der ERSG Darmstadt, der sich besonders für Vereinskollege Thimo Kießlich über die WM-Medaille für das Staffel-Trio freute. „Seine Nominierung stand immer in Frage. Aber ich habe immer gesagt, er ist ein wichtiger Mann für uns.“ Rijhnen genoss das „besondere Gefühl des Mannschaftserfolgs“, war aber auch als Einzelstarter eine feste Größe in der Weltspitze. Im Marathon war der Europameister von 2014 am nächsten dran am Podium. „Gegen 20 Kolumbianer, zwölf Franzosen und zehn Italiener habe ich mir den Spurt selbst angezogen“, schilderte Rijhnen seinen einsamen Kampf, der schließlich auf Platz vier endete – mit einer Hundertstelsekunde Rückstand auf Bronze und auch nur elf Hundertstel Abstand zu Gold.